Führungskompetenz in der Arztpraxis

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Das Wichtigste in Kürze

  • Führung im medizinischen Kontext

  • Warum Menschen in Führungsrollen scheitern

  • Was eine gute Führungskraft ausmacht

Führung im medizinischen Kontext

 

Ärztinnen und Ärzte sind nicht nur für die Gesundheit ihrer Patienten zuständig, sondern übernehmen auch Verantwortung gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In der eigenen Praxis oder in einer leitenden Funktion müssen sie als Führungskraft überzeugen und ihr Team leiten.

Dies bedeutet sowohl die Facharztrolle als auch die Führungsrolle zu einhundert Prozent zu erfüllen. Diese komplexe Performance muss unter Umständen erlernt werden.

Das Team anzuleiten, sei es in der Praxis oder Klinik, gehört zum Arbeitsalltag von Ärzten und Ärztinnen. Abläufe und Strukturen gilt es effektiv zu managen, um den wirtschaftlichen Erfolg zu gewährleisten.

Doch Leadership in der Praxis oder im Klinikalltag ist mehr, als Aufgaben zu verteilen und Mitarbeitergespräche zu führen. Es bedeutet auch Arbeit am eigenen Verhalten und an der individuellen Kommunikation mit Mitarbeitenden. Oftmals kommen Führungskräfte durch diese Faktoren an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Deshalb ist gerade in anspruchsvollen Situationen hilfreich zu reflektieren, was die Führungskraft selbst und was das Team gerade braucht.

Warum Menschen in Führungsrollen scheitern

Meist werden Ärzte im Berufsleben einfach Führungskraft, es wird meist nicht erlernt, doch es kann durch Weiterbildungen trainiert werden. Um Teams zu führen ist nicht das Fachwissen entscheidend, sondern Sozialkompetenz, klare Kommunikation, Selbstdisziplin und der empathische und wertschätzende Umgang mit Menschen. Doch was braucht es dafür?

Zunächst die Fähigkeit und Bereitschaft die Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen zu erkennen, verstehen und nachzuempfinden.

Die Grundlage dafür ist eine gute Selbstwahrnehmung, Kenntnisse über verschiedene Kommunikationsmodelle und das Bewusstsein über die eigenen Emotionen. Das heißt, je offener eine Führungskraft für die eigenen Emotionen ist, desto besser kann sie auch die Gefühle und Verhaltensweisen ihres Teams deuten und damit umgehen.

Doch auch wer alles richtig macht, kann in der Führungsrolle scheitern. Perfektion in diesem Gebiet ist unerreichbar. Es ist immer möglich, dass ein Team anders reagiert, als die Führungskraft sich das vorstellt.

Dies betrifft auch den Verlust von Teammitgliedern. Es beenden nicht nur die das Arbeitsverhältnis, die nicht ins Team passen, sondern auch die, die sich gut in das Team integriert haben.

Es sind etwa fünf Prozent der Teammitglieder, die Praxis oder Klinik verlassen, ohne dass die Führungskraft das beeinflussen kann. Der Grund hierfür kann ein anderer Job, ein Umzug, Umorientierung oder andere Dinge sein, die der Arbeitgeber nicht beeinflussen kann.

Was eine gute Führungskraft ausmacht

Zur Führungskraft wird man im Allgemeinen, weil man sich als Fachkraft bewiesen hat. Das heißt, Führungskräfte verfügen über eine hohe Fachkompetenz. Sie hat nicht unbedingt etwas mit Führungskompetenz gemeinsam. Diese gilt es sich anzueignen, denn je höher die Position ist, desto umfassender werden meistens auch die Führungsaufgaben.

Dies ist eine komplexe Aufgabe, denn eine Führungskraft hat vielfältige Aufgaben. Sie ist Vermittler, Mentor, Innovator Moderator, Regisseur und Koordinator in einer Person. Darüber hinaus gilt es auch, die täglich anfallenden Aufgaben im Praxis- oder Klinikalltag zu bewältigen.

Um sich über die eigene Kompetenz Klarheit zu verschaffen, können folgende Fragen gestellt werden:

  • Was macht für mich eine Führungskraft aus?
  • Was sind die Eigenschaften, die ich als gute Führungskraft brauche?
  • Was bedeutet Führung genau für mich?

Um sich diese Fragen zu beantworten, gilt es zu überlegen, welche Eigenschaften eine gute Führungskraft beherrschen oder trainieren sollte. Dies kann zum Beispiel eine gute Kommunikationsfähigkeit, diplomatisches Geschick, Konfliktfähigkeit, gutes Konfliktmanagement oder Vertrauenswürdigkeit sein.

Ebenso unterstützen grundlegende Kenntnisse der Führungsstile die Führungskraft in ihrer Rolle und bei der Umsetzung in der Praxis. So dass der sachliche Auftrag der Zielerreichung gemeinsam mit dem Team erreicht werden kann.